Grundlagen: In dieser Studie wurde die Wirksamkeit der Schädelakupunktur nach Yamamoto bei akutem Schulter-Arm-Syndrom und LWS-Syndrom als alternative Schmerzbehandlung zu den konventionellen Theampieformen untersucht.
Methoden: Es wurden 90 Patienten mit Schulter-Arm-Syndrom und 60 Patienten mit LWS-Syndrom untersucht. Alle Patienten (n = 150) erhielten nach Randomisierung zunächst eine Akupunkurbehandlung eines entsprechenden YNSA-Akupunkturpunktes (Verumbehandlung), eines Placeboakupunkturpunktes oder eine Behandlung mit einem inaktivierten Softlaser. Innerhalb von 3 Tagen erfolgte bei allen Patienten eine zweite Behandlung mit der Verumakupunktur. Die Schmerzintensität wurde mittels der visuellen Analogskala (Skala 0-10) ermittelt, des weiteren die Änderung der Beweglichkeit vor und nach den Behandlungen.
Ergebnisse: Nach Behandlung mit der Verumakupunktur kam es bei Patienten mit Schulter-Arm-Syndrom zu einer signifikanten Verbesserung der Beweglichkeit (p < 0,0001), bei Patienten mit LWS-Syndrom konnte keine signifikante Verbesserung nachgewiesen werden, lediglich eine Tendenz zur besseren Beweglichkeit.
Eine signifikante Schmerzreduktion konnte beim Schulter-Arm-Syndrom nachgewiesen werden (p<0,0001), beim LWS-Syndrom nur eine deutlicher Rückgang der Schmerzen (p=0,0137).
Schlussfolgerung: Die Studie zeigt, dass die YNSA bei Schulter-Arm-Syndrom eine gute Alternative zu den herkömmlichen Behandlungsmethoden darstellt, bei LWS-Syndrom jedoch lediglich als ergänzende Methode eingesetzt werden sollte.
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