Seit einigen Jahren gibt es ein wachsendes Interesse, die Kognitions- und Emotionspsychologie stärker miteinander zu verbinden. Im Fokus dieser Arbeit steht dabei, wie Emotionen das logische Denken beeinflussen. Um dieses Zusammenspiel näher zu ergründen, wurden sieben psychologische Experimente durchgeführt. Hierbei wurden Emotionen zum einen experimentell induziert, zum anderen wurde der emotionale Gehalt der Denkprobleme variiert. Zudem wurde der Einfluss starker Emotionen aufgrund von Angststörungen auf das logische Denken untersucht. Die Experimente zeigten, dass induzierte Emotionen das logische Denken beeinträchtigen. Außerdem ergab sich, dass emotionale Aufgabeninhalte und solche, die mit Ängsten assoziiert sind, die Performanz in logischen Denkaufgaben verschlechtern. Eine Erklärung für diese Befunde ist, dass erlebte Emotionen Kapazitäten des Arbeitsgedächtnisses belasten, weshalb weniger Ressourcen zur Bearbeitung kognitiver Aufgaben zur Verfügung stehen. Möglicherweise geht auch die Verarbeitung emotionaler Aufgabeninhalte mit einer stärkeren Belastung kognitiver Ressourcen einher, wodurch die Performanz beeinträchtigt wird.
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