Prävalenz, Vorhersage, Früherkennung und Relevanz des akuten Nierenversagens nach herzchirurgischen Eingriffen

dc.contributor.advisorBöning, Andreas
dc.contributor.authorHerzberg, Sina Kristin
dc.date.accessioned2023-05-16T13:08:49Z
dc.date.available2023-05-16T13:08:49Z
dc.date.issued2022
dc.description.abstractHintergrund: Die Vorhersage, die Früherkennung und die Therapie von ANV nach herzchirurgischen Eingriffen ist eine Herausforderung. Um Patienten mit einem hohen Risiko für die Entwicklung eines postoperativen ANV zu identifizieren, testeten wir prospektiv einen abgestuften Ansatz, indem präoperativ eine klinische Risikostratifizierung und postoperativ eine frühe Quantifizierung von Biomarkern im Urin für ANV kombiniert wurden. Methoden: Alle Patienten, mit Ausnahme derjenigen unter chronischer Hämodialyse, die sich zwischen August 2015 und Juli 2016 einer geplanten Operation mit kardiopulmonalem Bypass unterzogen, wurden eingeschlossen. Zunächst wurden die Patienten präoperativ durch Berechnung des CCS und des LS stratifiziert. Bei Hochrisikopatienten (definiert als LS > 25 % oder CCS > 6) wurde in einer zweiten Stufe die Urinkonzentration der Biomarker [TIMP-2]*[IGFBP7] vier Stunden postoperativ bestimmt. Postoperatives ANV wurde bis zum 6. postoperativen Tag detektiert und anhand der KDIGO-Kriterien klassifiziert. Ergebnisse: Postoperatives ANV trat bei 332 von 613 Patienten (54 %) auf. Bei Hochrisikopatienten trat ANV häufiger auf als bei Niedrigrisikopatienten (66 % vs. 49 %; p = 0,001). Die Krankenhausmortalität der Patienten mit ANV Stadium 2 (15 %) oder ANV Stadium 3 (49 %) war im Vergleich zu Patienten ohne ANV (1,8 %; p = 0,001) deutlich erhöht. Der LS war prädiktiv für alle Stadien von ANV (AUC 0,601; p < 0,001) mit einer geringen bis ausreichenden Genauigkeit, während CCS lediglich ein ANV im Stadium 2 oder 3 mit ausreichender Genauigkeit vorhersagen konnte (AUC 0,669; p < 0,001). Innerhalb der Gruppe der Hochrisikopatienten waren die Biomarker [TIMP-2]*[IGFBP7] im Urin innerhalb von 24 Stunden postoperativ signifikant prädiktiv für ANV in allen Stadien (AUC 0,63; p = 0,017). Für die Mehrheit der Patienten mit ANV (55 %), welches nach mehr als 24 Stunden nach der Operation auftrat, war [TIMP-2]*[IGFBP7] im Urin jedoch nicht signifikant prädiktiv. Schlussfolgerung: Kardiochirurgisch assoziiertes ANV ist eine relevante und häufige Komplikation nach Herzoperationen. Patienten mit hohem Risiko für die Entwicklung eines postoperativen ANV können anhand klinischer Scores präoperativ identifiziert werden, jedoch mit geringer bis mittelmäßiger Genauigkeit. Aufgrund seiner schwachen Testleistung trägt die [TIMP-2]*[IGFBP7]-Quantifizierung im Urin vier Stunden postoperativ nicht zum prädiktiven Wert der klinischen Scores bei.de_DE
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de//handle/jlupub/16296
dc.identifier.urihttp://dx.doi.org/10.22029/jlupub-15676
dc.language.isodede_DE
dc.rightsIn Copyright*
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/page/InC/1.0/*
dc.subjectakutes Nierenversagende_DE
dc.subjectakutes Nierenversagen nach herzchirurgischen Eingriffende_DE
dc.subject.ddcddc:610de_DE
dc.titlePrävalenz, Vorhersage, Früherkennung und Relevanz des akuten Nierenversagens nach herzchirurgischen Eingriffende_DE
dc.title.alternativePredicting Cardiac Surgery-Associated Acute Kidney Injury Using a Combination of Clinical Risk Scores and Urinary Biomarkersde_DE
dc.typedoctoralThesisde_DE
dcterms.dateAccepted2023-04-04
local.affiliationFB 11 - Medizinde_DE
thesis.levelthesis.doctoralde_DE

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