Die Übertragungsgenauigkeit von okklusalen Verhältnissen in den Artikulator durch verschiedene Registriermaterialien
Lade...
Datum
Autor:innen
Betreuer/Gutachter
Weitere Beteiligte
Beteiligte Institutionen
Herausgeber
Zeitschriftentitel
ISSN der Zeitschrift
Bandtitel
Verlag
Lizenz
Zitierlink
Zusammenfassung
Im Rahmen der vorliegenden Untersuchung wurden verschiedene Registriermaterialien auf ihre Übertragungsgenauigkeit beziehungsweise Eignung in bezug auf eine Reproduktion von Kieferrelationsverhältnissen bei voll bezahnten Modellen geprüft. In einem ersten Versuchsteil wurden die verschiedenen Registriermaterialien (neben Wachsen und dem Abformgips außerdem Elastomere, und zwar bis auf Ramitec Penta® [einer Polyether-Bißregistrierpaste] ausschließlich schnellanbindende additionsvernetzende Silikone) auf ihre materialspezifische Übertragungsgenauigkeit unter rein labortechnischen Bedingungen geprüft. Von einer standardisierten Kiefersituation (respektive modell) ausgehend wurden mit jedem Material zehn interokklusale Registrate angefertigt, wobei eine Stunde sowie 24 Stunden nach Aushärtung der hergestellten Registrate die sich aufgrund von Dimensionsänderungen ergebenden Abweichungen bei jedem Registrat zehnmal mittels digitaler Messuhren bestimmt wurden. Es zeigte sich, daß die Meßergebnisse in Abhängigkeit von der Konsistenz der Materialien einerseits sehr streuen, andererseits sich aber als zufriedenstellend oder auch als gut erwiesen. Geringere Abweichungen waren sowohl eine Stunde als auch 24 Stunden nach ihrer Herstellung für die zehn aus dem Abformgips Snow White Plaster No. 2® erstellten Registrate im Vergleich zu denen aus den Wachsen Alminax Rite -Bite®, Alminax Full-Arch Kemdent®, Modellwachs rosa®, Kent Dental® Bisswällen respektive aus Regi Wax® angefertigten Registraten zu verzeichnen. 24 Stunden nach Registratherstellung traten außerdem größere Un¬genauigkeiten auf als eine Stunde nach Herstellung, und zwar insbesondere bei den aus rosa Modellierwachs, gefolgt von den aus Kent Dental® Bisswällen an¬gefertigten Registraten. Nur vergleichsweise gering oder unwesentlich waren hingegen die Unterschiede zwischen den Abweichungen bei den übrigen aus Wachsen und dem Abformgips angefertigten Registraten eine und 24 Stunden nach ihrer Herstellung.Vergleichsweise bessere Resultate im Hinblick auf eine dimensionsgetreue Reproduktion von Kieferverhältnissen waren meist bei den aus elastomeren Mate¬rialien (zum großen Teil bei den aus härteren Silikonen) angefertigten Registraten zu verzeichnen. So ergaben die Messungen eine Stunde nach Herstellung bei den aus Futar D® angefertigten Registraten die geringsten Ungenauigkeiten, gefolgt von den aus Ramitec Penta®, Memosil CD® neu , Dimension Bite® und Memosil CD® alt erstellten Registraten. Weiterhin zunehmend größere Abweichungen waren in der Folge bei den Registraten aus Memoreg C.D.®, Futar®, Registrado opak® -hart, Omicron Topas®, Silagum®, Regisil PB®, Registrado®, 3M® Bissregistrat, Regisil® und Stat BR KERR® zu verzeichnen.24 Stunden nach Herstellung stellten sich besonders die aus Memoreg C.D.® sowie die aus Dimension Bite® und Futar D® angefertigten Registrate durch vergleichsweise gering festzustellende Fehler dar. Zunehmend größere Fehler wiesen hiernach die aus Omicron Topas®, Futar®, Memosil C.D.®, Ramitec Penta®, Memosil C.D.® alt , Silagum®, Registrado opak® -hart, 3M® Bissregistriermaterial, Regisil PB®, Stat BR KERR®, Regisil®, Kristall® und Registrado® angefertigten Registrate auf . Darüber hinaus bestanden im Vergleich zu einer Stunde nach Registratherstellung bei den erneuten Messungen nach 24 Stunden größere Ungenauigkeiten, und zwar vor allem bei den aus Registrado®, gefolgt von denen aus Kristall® angefertigten Registraten. Dagegen waren Abweichungen im geringeren Maße, insbesondere bei den Registraten aus Memoreg C.D.® angefertigten Registraten zu verzeichnen. Die übrigen aus Elastomeren erstellten Registrate wiesen relativ geringe oder kaum Unterschiede in den Abweichungen zwischen einer Stunde und 24 Stunden nach ihrer Herstellung auf. Im zweiten Versuchsteil der vorliegenden Studie wurden elastomere Bißregistrate unter praktischen Verhältnissen geprüft, wie es im zahntechnischen Labor der Fall ist. Die sich ergebenden Fehler beruhen so nicht mehr allein auf die materialspezifischen Eigenschaften des verwendeten Registriermaterials, sondern werden auch von der Abformtechnik, der Modellherstellung und den materialspezifischen Eigenschaften des hierbei eingesetzten Superhartgipses verursacht. Die Abformungen beider Kiefer erfolgten mit der Korrekturabformung und mit der Doppelmischtechnik, die mit einem Superhartgips ausgegossen wurden. Die Übertragungsgenauigkeit der verwendeten Bissregistrate wurde nach einer Lagerungszeit von mindestens 24 Stunden geprüft. Dabei traten bei allen zehn geprüften Registraten aus Kristall®, Memosil C.D.® neu und insbesondere auch bei jenen aus Futar D® bei denen an sich gute Eigenschaften zu erwarten sind angefertigten Registraten größere Ungenauigkeiten auf als unter rein labortechnischen Bedingungen. Etwas geringere aber überraschenderweise nicht signifikante Abweichungen ergaben sich für die aus Futar D® erstellten Registrate bei der Prüfung auf Kiefermodellen der Korrekturabformung als für die aus Memosil C.D.® neu und Kristall® angefertigten Registraten . Von den geprüften Registraten auf Kiefermodellen der Doppelmischabformung zeichneten sich hingegen sogar die erstellten Registrate aus Memosil C.D.® neu durch geringere Ungenauig¬keiten aus als jene aus Futar D® . Die aus Kristall® angefertigten Registrate zeigten hingegen auch hier wiederum größere Fehler. Keine Verbesserung im Hinblick auf die Übertragungsgenauigkeit ergab eine zusätzliche Prüfung bei den aus Futar D® angefertigten und beschnittenen Registraten. Abschließend läßt sich sagen, daß bei harten Registriermaterialien, wie bei Futar D®, von dem sehr gute Eigenschaften zu erwarten sind, auf Gipsmodellen größere Fehler auftreten können als bei Registraten mit einer mittleren Konsistenz. Bei weichen Registraten, wie bei Kristall®, ist der Fehler hingegen erwartungsgemäß hoch. Die Abformtechnik zur Herstellung der Modelle spielt hierbei kaum eine Rolle.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler 2007
