Einfluss einer kranial eingebrachten Schraube auf die Verformung und damit auf die Primärstabilität von zementfreien Hüftpfannen - eine in vitro Analyse

dc.contributor.advisorJahnke, Alexander
dc.contributor.advisorRickert, Markus
dc.contributor.authorBreidenbach, Salome Loisa Zoe
dc.date.accessioned2026-02-23T08:10:49Z
dc.date.issued2025
dc.description.abstractDie Hauptursache für Revisionen von Hüftendoprothesen ist die aseptische Lockerung. Ein wichtiger Faktor, um diese Komplikation bei zementfreien Implantaten zu verhindern, ist eine gute Osteointegration. Grundlage hierfür ist die Primärstabilität insbesondere der acetabulären Komponente. Bei der Hüftpfanne soll das zusätzliche Einbringen einer kranialen Schraube für mehr Stabilität sorgen. Allerdings ist vorstellbar, dass das Implantat durch den punktuellen Druck der Schraube verformt werden und damit die Kongruenz des Implantats mit dem vorher gefrästen Knochen nicht mehr gegeben sein könnte. Hierdurch könnte wiederum die Primärstabilität beeinflusst werden. Diese potenzielle Verformung und ihr Einfluss auf die Primärstabilität im Knochen sollen in dieser in vitro Analyse in fünf verschiedenen Presspassungs-Hüftpfannen untersucht werden. Die Hüftpfannen wurden in ein Kunstknochenmodell implantiert und unter Einleitung von Drehmomenten, die den physiologischen Gang simulieren, auf Primärstabilität in Form von Mikrorelativbewegung des Implantats in Relation zum Knochenmodell geprüft. Anschließend wurde während des Einbringens der kranialen Schraube von Hand durch in die Pfanne eingeklebte hochauflösende Messfühler die Verformung der verschiedenen Pfannen und daraufhin erneut die Primärstabilität gemessen. Bei allen Hüftpfannen zeigte sich beim Einbringen der Schraube eine Verformung. Die Mikrorelativbewegung nach Einbringen der Schraube sank im Mittelwert bei der REVISIO S SYSTEM®, Ecofit® and EPORE® und stieg bei der Allofit® and DELTA TT® an. Diese Unterschiede waren allerdings nicht signifikant. Ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Verformung und der Veränderung der Mikrorelativbewegung ließ sich daher nicht feststellen. Da der gewünschte Effekt einer verbesserten Primärstabilität durch das Einbringen einer Schraube bei zwei der fünf Pfannenmodelle nicht eintrat, sondern sich die Primärstabilität im Mittel sogar verringerte, sollte der Nutzen dieser Schraube Inhalt weiterer Untersuchungen sein, um unnötige Operationsschritte und ein erhöhtes Risiko für aseptische Lockerungen zu vermeiden. Ebenfalls sollte ein möglicher Effekt der ermittelten Vorformung der Implantate durch das Einbringen einer kranialen Schraube auf das Ergebnis des Eingriffs weiter überprüft werden.
dc.identifier.urihttps://jlupub.ub.uni-giessen.de/handle/jlupub/21261
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.22029/jlupub-20606
dc.language.isode
dc.rightsIn Copyright
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/page/InC/1.0/
dc.subjectBiomechanik
dc.subjectHüftendoprothesen
dc.subjectMikrorelativbewegung
dc.subjectVerformung
dc.subject.ddcddc:610
dc.titleEinfluss einer kranial eingebrachten Schraube auf die Verformung und damit auf die Primärstabilität von zementfreien Hüftpfannen - eine in vitro Analyse
dc.typedoctoralThesis
dcterms.dateAccepted2025-10-22
local.affiliationFB 11 - Medizin
thesis.levelthesis.doctoral

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