Einfluss des ACE-Hemmers Ramiprilat auf ventrikuläre Kardiomyozyten adulter Ratten
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Zusammenfassung
Hintergrund: Kardiomyozyten exprimieren Angiotensin-Konversions-Enzym (ACE) auf ihrer Zelloberfläche. ACE-Hemmer, wie Ramiprilat, binden an Endothelzellen an dieses ortsständige ACE und induzieren ein ACE-abhängiges ouside-in-signalling, was eine Phosphorylierung und nukleäre Translolaktion beinhaltet. Ob entweder Ramiprilat oder Bradykinin ähnliche Effekte auf Kardiomyozyten ausüben und diese über eine AP-1-Aktivierung vermittelt werden, ist unbekannt. In der vorliegenden Arbeit stellten wir die Hypothese auf, dass ein Teil der kardioprotektiven Effekte von Ramiprilat auf eine ACE-abhängige Signalvermittlung zurückgeführt werden können.Methoden: Isolierte adulte ventrikuläre Kardiomyozyten der Ratte (Wistar-Ratte) wur-den herangezogen, um die basale ACE-Expression mittels RT-PCR, die Aktivierung von Aktivatorprotein-1 (AP-1) und die kontraktilen Eigenschaften von Kardiomyozyten unter Ramiprilat- oder Bradykinin-Einfluss zu untersuchen. Die Bradykinin-Einflüsse wurden mittels HOE140 gehemmt. Bei manchen Experimenten wurden isolierte mikro-vaskuläre Endothelzellen der Ratte zu Kontrolluntersuchungen herangezogen.Ergebnisse: Kardiomyozyten exprimieren ACE dauerhaft auf ihrer Zelloberfläche. Dies reagiert mit Bradykinin über eine AP-1-Aktivierung, jedoch nicht mit Ramiprilat. Brady-kinin induzierte einen konzentrationsabhängigen Anstieg der Zellverkürzung, welcher durch den Bradykininrezeptor-Antagonisten HOE140 und über eine Hemmung der NO-Synthese abgeschwächt werden konnte. Ramiprilat verursachte weniger ausgeprägte Veränderungen der Zellverkürzungsdynamik, welche sich vor allem in Bezug auf die Time-to-Peak, die R50 und auf die Kontraktionsgeschwindigkeit als signifikant darstell-ten. Diese Effekte konnten weder durch HOE140 noch durch eine Hemmung der NO-Synthese abgeschwächt werden.Schlussfolgerungen: Bradykinin wirkt auf Kardiomyozyten in erster Linie über Brady-kininrezeptoren ein, aktiviert AP-1 und steigert die Zellverkürzungsdynamik innerhalb 24 Stunden. Ramiprilat imitiert nicht die Bradykinin-Effekte und induziert geringer aus-geprägte Effekte auf die Zellverkürzungsdynamik. Die Ramiprilat-Effekte scheinen Bra-dykininrezeptor-unabhängig zu sein. Über diese akuten Effekte auf die Zellverkür-zungsdynamik können ACE-Hemmer wie Ramiprilat direkte Einflüsse auf Kardiomyo-zyten ausüben, sicherlich jedoch weniger potent als auf Endothelzellen.Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen
Beschreibung
Anmerkungen
Erstpublikation in
Giessen : VVB Laufersweiler
