Lesesozialisation unter erschwerten Bedingungen : das Leseverhalten von Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen

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Diese Lesesozialisationsstudie untersucht schwerpunktmäßig Einflüsse von Individualmerkmalen (Geschlecht, Alter und Migrationshintergrund) und sozialer Umwelt (Eltern, Peers und Schule) auf die intrinsisch tätigkeitsspezifische Motiviertheit zum Lesen.Die empirischen Auswertungen beruhen auf einer Stichprobe von 596 Schülern aus 12 Schulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen der Klassen 5 bis 10 im Bundesland Hessen. Die Befunde der Regression bestätigen männliches Geschlecht und die Lebensphase zwischen später Kindheit und beginnendem Jugendalter als Risikofaktoren für die Lesemotivation, während für den Faktor Migrationshintergrund keine Effekte nachzuweisen sind.Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist, dass für Förderschüler die außerfamiliäre Lesesozialisation von entscheidender Bedeutung ist. Ein Deutschunterricht, der Spaß bereitet und Peers, die selbst lesen und gemeinsam Leseaktivitäten ausüben, wirken motivierend.

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