Schätzung genetischer Parameter für den Milchharnstoffgehalt von Kühen der Rasse Deutsche Holstein-Schwarzbunt in konventionell und nach ökologischen Richtlinien wirtschaftenden Betrieben

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Vor dem Hintergrund der effektiveren Verwendung der in der Milchleistungsprüfung monatlich anfallenden Daten soll in dieser Arbeit untersucht werden, welche Möglichkeiten sich aus der Nutzung des bisher züchterisch unberücksichtigt gebliebenen Milchharnstoffgehaltes ergeben. Dazu sollen die genetische Variabilität des Harnstoffgehaltes der Milch und die phänotypischen und genetischen Korrelationen zu verschiedenen Milchparametern untersucht werden. Weiterer Gegenstand der Arbeit ist der Vergleich der Ergebnisse auf Grund der Produktionsweise. Dazu werden die Ergebnisse der konventionell und der nach Richtlinien des ökologischen Landbaus produzierender Betriebe für Kühe der Rasse Deutsche Holstein-Schwarzbunt gegenüber gestellt. Datengrundlage der konventionell produzierenden Betriebe bilden 5.114.433 Prüftagsdaten von 287.616 Kühen aus 485 Betrieben (Zeitraum: Oktober 2008 bis September 2012). Von den nach Richtlinien des ökologischen Landbaus produzierenden Betrieben stehen 53.821 Prüftagsdaten von 4.646 Kühen aus fünf Betrieben zur Verfügung, ebenfalls erfasst von Oktober 2008 bis September 2012. Für die Analyse werden die 1. bis 3. Laktation in acht Abschnitte unterteilt, um eventuellen differenzierten Variabilitäten im Laktationsverlauf Rechnung zu tragen. Die Harnstoffgehalte wurden ausschließlich mittels der Diacetylmonoxim-Methode (DAM-Methode) festgestellt. Die geschätzten Heritabilitäten für den Harnstoffgehalt der Milch bewegen sich für die konventionell produzierenden Betriebe für die drei in die Auswertung einbezogenen Laktationen in einem Bereich von h2=0,200 bis h2=0,395. Der Vergleich der phänotypischen Korrelationen auf Grund der Produktionsweise der Betriebe ergab nur geringe Differenzen. Eine gesonderte Betrachtung des Milchharnstoffgehaltes auf Grund der Produktionsweise ergibt sich aus den eigenen Untersuchungen somit nicht. Für die vorliegenden Untersuchungsergebnisse ist eine ausreichende genetische Variation des Milchharnstoffgehaltes vorhanden. Eine züchterische Bearbeitung des Milchharnstoffgehaltes scheint somit möglich, auch wenn nicht außer Acht gelassen werden darf, dass der Milchharnstoffgehalt stark von umweltbedingten Faktoren, insbesondere betriebs- und fütterungsspezifische Faktoren, beeinflusst wird.

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