Untersuchungen von Leindotter (Camelina sativa (L.) Crtz.) auf Krankheiten unter besonderer Berücksichtigung von Falschem Mehltau (Peronospora parasitica (Pers.) Fr.)

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In den Anbauversuchen wurden am Leindotter 7 pilzliche/pilzähnliche und eine bakterielle Krankheit diagnostiziert. Dies waren der FalscherMehltau (Peronospora parasitica), die Grauschimmelfäule (Botryotinia fuckeliana), die Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum), derWeiße Rost (Albugo candida), die Weißfleckigkeit (Pseudocercosporella capsellae), die Stängel- und Wurzelfäule (Rhizoctonia solani)und der Echte Mehltau (Erysiphe spec.), sowie der Bakterielle Brand (Pseudomonas syringae pv. spec.). Als die wichtigsten Krankheitenstellten sich der Falsche Mehltau, die Grauschimmelfäule und die Weißstängeligkeit heraus. Bei den verwendeten Sorten wurden deutliche Unterschiede in ihrer Anfälligkeit für den Falschen Mehltau ermittelt. Zwei Sorten ausDänemark zeigten eine deutliche Resistenz gegenüber dem Falschen Mehltau. Die in Deutschland zugelassenen Sorten (Lindo, Bavaria,Soledo, Licalla, Limaga und Ligena) erwiesen sich als anfällig gegenüber Falschem Mehltau. Für die Differenzierung der Sortenanfälligkeiterwies sich die Inokulation im Keimblatt-Stadium als die geeignetste, wie sie auch schon für andere Brassica species beschrieben wurde.Bei der Untersuchung der verschiedenen Isolate des Falschen Mehltaus von Leindotter konnten Virulenzunterschiede zwischen den Isolatenfestgestellt werden. Für die Untersuchungen mit dem Falschen Mehltau wurden drei verschiedene Lagerungsmethoden auf ihre Eignung überprüft. Ameffizientesten erwies sich die Lagerung des Falschen Mehltaus an infizierten Blättern bei -25 °C. Mit dieser Methode konnten über einenZeitraum von 10 Monaten keimfähige und infektiöse Konidien erhalten werden. Bezüglich der Epidemiologie des Falsche Mehltaus vom Leindotter wurde die Samenübertragbarkeit nachgewiesen. Eine Kreuzinfektionvom Falschen Mehltau des Leindotters auf andere Brassicaceen und umgekehrt war nicht möglich. Weiterhin ließ sich der Leindotter nichtmit Falschen Mehltau-Isolaten verschiedener Ackerwildkräutern infizieren. Durch den Einsatz des Pflanzenstärkungsmittel BION® konnte im Leindotter systemisch aktivierte Resistenz (SAR) ausgelöst werden.Nach einer Behandlung von 7 Leindotter-Sorten mit einer 10 bzw. 20 ppm haltigen wässrigen Lösung von BION® konnte, nachanschließender Inokulation mit Falschem Mehltau, eine Infektion des Leindotters stark reduziert und oder sogar verhindert werden.

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