Untersuchungen zur Dimensionswiedergabe von Korrekturabformungen in Abhängigkeit von der Shore-A-Härte des Vorabformmaterials und der Fließfähigkeit des Korrekturmaterials

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Der Präzisionsabformung kommt als Übertragungsmedium der Mundsituation in das zahntechnische Labor eine Schlüsselposition für die erreichbare Qualität und damit Passung des Zahnersatzes im Mund zu. Für eine gelungene Abformung spielen besonders die detailgenaue Wiedergabe der Präparationsgrenzen und die Dimensionstreue eine wichtige Rolle.Ziel dieser Arbeit war es, die Faktoren Shore-A-Härte des Erstabformmaterials sowie Fließfähigkeit des Korrekturmaterials auf ihren Einfluss auf die bei der Korrekturab-formung oft beschriebene verkleinerte Wiedergabe der Stumpflumina hin zu untersu-chen.Dafür wurden jeweils 10 Korrekturabformungen mit jeder Materialkombination an zwei stilisierten Zahnstümpfen aus Edelstahl, einer mit 6°-Konizität und einer mit 10°-Konizität, durchgeführt. Der Stumpf mit 6°-Konizität wurde mit 15 Materialkombinationen aus 5 Vorabdruckmaterialien mit verschiedener Shore-A-Härte und 3 Korrektur-materialien mit unterschiedlicher Fließfähigkeit abgeformt. Am Stumpf mit 10°-Konizität wurden Korrekturabformungen mit 6 Materialkombinationen durchgeführt, bestehend aus 3 Erstabdruckmaterialien mit verschiedener Shore-A-Härte und 2 Korrek-turmaterialien mit unterschiedlicher Fließfähigkeit. Anschließend erfolgten die Modellherstellung mit Superhartgips und 3 Wochen später die dreidimensionale, computerge-stützte Vermessung der Stümpfe mit der 3D-Koordinatenmessmaschine der Firma Thome-Präzision. Gemessen und direkt mit dem Stahlstumpf des Urmodells verglichen wurden dabei Durchmesser und Rundheit der Stümpfe in 5 Ebenen sowie die Stumpf-höhe. Die signifikant geringsten Durchmesser- und Rundheitsabweichungen wurden bei den Materialkombinationen mit einem Vorabformmaterial mit möglichst hoher Shore-A-Härte und einem Korrekturmaterial von möglichst hoher Fließfähigkeit gemessen. Über den Einfluss auf die Stumpfhöhe lassen sich nach dieser Untersuchung keine eindeutigen Aussagen treffen.Aus den Ergebnissen lässt sich schlussfolgern, dass sowohl die Shore-A-Härte des Erstmaterials als auch die Fließfähigkeit des Korrekturmaterials alleine bei beiden Stumpfkonizitäten einen erheblichen Einfluss auf die Dimensionstreue der mit dem Korrekturverfahren hergestellten Gipsstümpfe haben. Dieser Einfluss verstärkt sich durch die Kombination der Materialien.Als Fazit für die Praxis ergibt sich daraus, dass schon bei der Auswahl der Abformmaterialien die Weichen dafür gestellt werden, ob mit der Korrekturabformung gute Ergebnisse zu erzielen sind, indem man diesen beiden Materialeigenschaften, Shore-A-Härte des Vorabdruckmaterials und Fließfähigkeit des Korrekturmaterials, die beide in den Herstellerangaben der Materialien aufgeführt sind, Beachtung schenkt. Die Shore-A-Härte sollte dabei möglichst über 65 liegen.

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