Wirkung der seriellen Ganzkörperkältetherapie auf die funktionelle und funktionale Gesundheit, pro- und antiinflammatorische Zytokine und Aktivitätsparameter bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis

Lade...
Vorschaubild

Datum

Autor:innen

Betreuer/Gutachter

Weitere Beteiligte

Beteiligte Institutionen

Herausgeber

Zeitschriftentitel

ISSN der Zeitschrift

Bandtitel

Verlag

Zusammenfassung

In den letzten Jahren durchgeführte kleinere Studien deuten darauf hin, dass die sGKKT in einer Kryosauna bei RA-Patienten Schmerzen lindern, Entzündungswerte senken und die funktionale Gesundheit verbessern kann. Ziel der vorliegenden Studie war daher, zu untersuchen, ob sich diese Effekte, sowohl kurz- als auch mittelfristig, auch in einem größeren Kollektiv nachweisen lassen.In dieser Studie wurde eine mit Flüssigstickstoff betriebene Kryosauna (Cryomed s.r.o., Slowakei) für die sGKKT eingesetzt. Von 56 RA-Patienten, die stationär eine multimodale rheumatologische Komplextherapie (MRKT) erhielten, wurden 31 nach Randomisierung zusätzlich mit sGKKT (Interventionsgruppe - IG, 6 Behandlungen in 14 Tagen) behandelt. Vor der sGKKT (V0, baseline), nach Abschluss der sGKKT (V1) und nach 3 Monaten (V2) wurden verschiedene Aktivitäts- und Funktionsparameter (HAQ, FFbH, DAS28), Schmerzen (durch VAS und NSAID-/Analgetikaverbrauch) sowie pro- (TNF-alpha, IL-6) und antiinflammatorische Zytokine (IL-10) erfasst. Zusätzlich wurden alle Probanden der IG zum Zeitpunkt V2 zu Patientenzufriedenheit, Wirksamkeit, Wichtigkeit und subjektiver Wirkdauer befragt.In der IG kam es zu einer signifikanten Senkung von Schmerzen (VAS; p < 0,001 bzw. p < 0,003) und Krankheitsaktivität (DAS28; p < 0,001 bzw. p < 0,004) sowie signifikant gesteigerten Funktionskapazität (FFbH; p < 0,003 bzw. p < 0,046) zu den Zeitpunkten V1 und V2. Auch für TNF-alpha konnte eine signifikante Senkung zum Zeitpunkt V1 und V2 gezeigt werden (jeweils p < 0,001). IL-6 verhält sich im Beobachtungszeitraum stabil, bei IL-10 kommt es zu einer signifikanten Abnahme des Spiegels in der IG zum Zeitpunkt V2 (p < 0,036). Die Patientenselbstständigkeit (HAQ) verbesserte sich signifikant in der IG zum Zeitpunkt V2 (p < 0,001), mit signifikanten Unterschieden des HAQ-Wertes zwischen Kontrollgruppe und IG zu den Zeitpunkten V1 und V2 (p < 0,009 bzw. p < 0,017). Die sGKKT wurde in der IG als mindestens wirksam und wichtig bewertet, was auf hohe Akzeptanz hinweist. Passend hierzu ist eine in der IG häufiger beobachtete Reduktion von NSAID/Analgetika bis zum Zeitpunkt V2. Ein Viertel der Patienten der IG beschrieb eine subjektiv erlebte Wirkdauer von 3 Monaten.Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die sGKKT im Rahmen einer MRKT zu mehreren, positiven Effekten wie der Reduktion von Schmerz und Krankheitsaktivität bei RA-Patienten führt, antiinflammatorische Veränderungen auf Zytokinebene induziert und somit eine sinnvolle Ergänzung einer MRKT darstellt, um die erzielten positiven Effekte auch mittelfristig zu erhalten.

Verknüpfung zu Publikationen oder weiteren Datensätzen

Beschreibung

Anmerkungen

Erstpublikation in

Erstpublikation in

Sammelband

URI der Erstpublikation

Forschungsdaten

Schriftenreihe

Zitierform