Strahlendosis und Bildqualität von Röntgenaufnahmen der Hand unter Verwendung eines Film-Folien-Systems und eines Speicherfolien-Systems

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Mit 148 Millionen Röntgenanwendungen im Jahre 2001 bzw. 1,82 Untersuchun-gen pro Person trägt die medizinische Diagnostik vor allem durch die Zunahme der CT-Untersuchungen mit ca. 1,8mSv pro Jahr zur Strahlenbelastung der deut-schen Bevölkerung bei [20, 64]. Einige Autoren nehmen an, dass bis zu 6 % der Malignome, die bis zu einem Alter von 75 Jahren auftreten, auf durch medizinische Anwendungen zugeführte Strah-lung zurückzuführen seien. Dabei wird davon ausgegangen, dass es hier keine Grenzdosis gibt und selbst geringe Strahlendosen das Risiko zur Induktion von Malignomen in sich bergen [8-10, 18, 33, 75]. Auf die Information, die man durch die Röntgendiagnostik gewinnt, kann man gegenwärtig in der Medizin noch nicht verzichten. Bei der hohen Anzahl der Un-tersuchungen ist es deshalb wichtig, dies mit möglichst geringer Strahlendosis durchzuführen. Ziel der Studie ist es daher, den optimalen Schnittpunkt zwischen der für die Diagnostik ausreichenden Bildqualität und einer möglichst geringen Strahlendosis bei pa-Handaufnahmen, zur Bestimmung des Knochenalters bei Kindern zu finden. Hierzu werden die Röntgenbilder eines analogen Film-Foliensystems mit denen eines Speicherfoliensystems verglichen. Es werden 53 Aufnahmen des konventi-onellen Film-Folien-Systems mit 100 Aufnahmen des Digitalen Speicherfoliensys-tems verglichen. Die Film-Folien-Aufnahmen werden ohne zusätzliche Filterung angefertigt. Es werden drei Belichtungseistellungen verglichen:1. FFS 3,2mAs, 46kV, 12,8ms, n=16 2. FFS 3,6mAs, 46kV, 14,4ms, n=17 3. FFS 4,0mAs, 46kV, 16ms, n=20 Bei den Speicherfolien werden 100 Aufnahmen in vier Gruppen verglichen. Bei den ersten drei Gruppen wird als Filter 1mm Aluminium und 0,1mm Kupfer verwendet. Die Belichtung erfolgt mit den gleichen Einstellungen wie beim Film-Folien-System. 1. CR 3,2mAs, 46kV, 12,8ms, n=26 2. CR 3,6mAs, 46kV, 14,4ms, n=183. CR 4,0mAs, 46kV, 16ms, n=19Bei der 4. Gruppe wird als Filter 1mm Aluminium und 0,2mm Kupfer und folgende Belichtungseinstellungen verwendet: 4. CR 2,0mAs, 50kV, 2,0mAs, 7,14ms n=37 Anhand der Ergebnisse dieser Arbeit und der Untersuchungen anderer Autoren kann die Überlegenheit der digitalen Radiographie verdeutlicht werden. Die Er-gebnisse dieser Studie können zu einer weiteren Optimierung und Standardisie-rung der Aufnahmeeinstellungen beitragen. Es ist bei den Aufnahmen mit dem digitalen System durch Filterung und Verän-derung der Belichtungseinstellungen möglich, eine bis zu 68% Dosisreduktion zur erzielen, verglichen mit den Aufnahmen der Vergleichsgruppe des Film-Folien-Systems. Bei zu starker Dosisreduktion und Aufhärtung durch Filterung nimmt das digitale Bildrauschen jedoch stark zu und beeinträchtigt die Beurteilbarkeit. Nach dem ALARA-Prinzip ist es im klinischen Alltag das Ziel den optimalen Schnittpunkt zwischen der Qualität der Aufnahme und möglichst niedriger Strah-lendosis zu finden. Mit der technischen Weiterentwicklung der Geräte wird man die Strahlendosen zukünftig wohl noch stärker senken können. Die Notwendigkeit der andauernden Qualitätsoptimierung bleibt jedoch bei jedem System bestehen.In Zeiten der Standardisierung und Zertifizierung in vielen Bereichen des Lebens, sollte man über eine DIN-Normierung einiger Standardaufnahmen nachdenken. Gerade bei häufig durchgeführten Aufnahmen im klinischen Alltag wie Röntgen Thorax oder Handaufnahmen bei Kindern könnte eine Standardisierung dazu bei-tragen, die Bildqualität zu verbessern und die Strahlenbelastung für den einzel-nen Patienten und damit für die gesamte Bevölkerung noch weiter zu senken.

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