Herstellung und Anwendung von liposomalen Carriersystemen für die inhalative Applikation von Iloprost

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Ziel der vorliegenden Arbeit war es, ein liposomales Carriersystem für dieinhalative Applikation von Iloprost herzustellen und daraufhin zu prüfen, ob esden Wirkstoff verzögert freigibt. Für Patienten, die an pulmonaler Hypertonieerkrankt sind und die das Medikament bislang 6 bis 12 Mal täglich inhalierenmüssen, wäre ein Gewinn an Lebensqualität zu erzielen, wenn sich eineDepotwirkung mit der Einkapselung in Liposomen erzielen ließe. UnverkapseltesIloprost führt zu einer relativ kurz andauernden selektiven pulmonalenVasodilatation von 30 bis 90 Minuten [OLSCHEWSKI et al. 1999; WALMRATHet al. 1997; OLSCHEWSKI et al. 2000; GALIÈ et al. 2004; HOEPER et al. 2002].Zunächst wurde erstmalig eine radioaktive Charakterisierung von zweiVerneblertypen durchgeführt, die ergab, dass der piezoelektrische VerneblerAeroneb®Professional gegenüber dem Ultraschallvernebler Optineb® in Bezugauf Gesamtdeposition in der Lunge, Exhalation und Depositionsfraktionsignifikant besser geeignet war für die weiteren Versuche.Mit dem Aeroneb®Professional wurde an der isolierten, ventilierten und blutfreiperfundierten Kaninchenlunge die Übertrittskinetik von freiem, unverkapseltemCarboxyfluorescein in das Perfusat untersucht und das Konzentrations-Zeit-Profilerstellt. Der Hauptteil der eigenen Untersuchungen bestand in der Herstellung undCharakterisierung der liposomalen Carriersysteme für die inhalative Applikationvon Carboxyfluorescein und Iloprost. Die Liposomendispersionen wurden amModell der isolierten, ventilierten und blutfrei perfundierten Kaninchenlungevernebelt.In den Versuchen mit CF erwiesen sich die DPPC:CH-Liposomen ohneSphingomyelin als geeigneter für die weiteren Versuche mit dem WirkstoffIloprost. Die DPPC:CH:SM-Liposomen unterschieden sich in ihrerFreisetzungskinetik nicht von den Ergebnissen der Verneblung von freiem CF.Deshalb sind sie für die weiteren Versuchsreihen nicht eingesetzt worden.Des weiteren erfolgten Untersuchungen zur Pharmakodynamik nach Verneblungvon freiem Iloprost im Vergleich zu in DPPC:CH-Liposomen verkapseltemIloprost am Modell der pulmonal-arteriellen Hypertonie mittels U 46619. Eswurde deutlich, dass die DPPC:CH-Liposomen als Retardformulierung fürIloprost nicht geeignet sind, da sich kein signifikanter Unterschied zu denpharmakodynamischen Daten der Verneblung von freiem Iloprost feststellen ließ.Durch Einsatz von Liposomendispersionen anderer Zusammensetzungen solltekünftig weiter erprobt werden, ob die erforderliche Depot-Wirkung nicht dochdurch Verkapselung zu erzielen ist.

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Giessen : VVB Laufersweiler

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