Exkursionen zwischen Instruktion und Konstruktion : Potenzial und Grenzen einer kognitivistischen und konstruktivistischen Exkursionsdidaktik für die Schule

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Exkursionen stellen einen tradierten, unverzichtbaren Bestandteil der schulgeographischen Ausbildung dar - trotzdem gehört die Durchführung von Exkursionen nicht zu den Selbstverständlichkeiten im schulischen Alltag. Ein gravierender Grund, der bereits die Planung von Exkursionen erheblich erschwert, wird in der gegenwärtigen Situation in der Exkursionsdidaktik gesehen. Diese ist geprägt von der parallelen Existenz kognitivistischer und konstruktivistischer Exkursionskonzeptionen, die in unterschiedlichen Ausprägungen im schulischen Alltag realisiert werden und sich entsprechend ihres fachdidaktischen Ursprungs perspektivisch und konzeptionell differenzieren. Das Resultat sind multiple konzeptionelle Ansätze im breiten Spektrum zwischen passiver Rezeption und aktiver Konstruktion, die Transparenz, klare Charakteristik sowie die Zuordnung von Bildungszielen erschweren. Im Entscheidungsprozess pro oder contra eine bestimmte Position stellen sich dem Lehrenden Fragen nach den jeweiligen Möglichkeiten und Qualitäten des Lernens. Die Heterogenität entsprechender Exkursionen lässt durch einen unterschiedlichen Verlauf des Lernprozesses eine spezifische Charakteristik des Kompetenzerwerbs erwarten. Diese ist bislang jedoch noch nicht empirisch erforscht worden. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens wurde sich daher um die Beantwortung von Fragen bemüht, die empirisch fundiert das Potenzial, vor allem aber auch die Grenzen einer kognitivistischen und einer konstruktivistischen Exkursionsdidaktik eruieren und damit richtungsweisende Impulse für den Transfer entsprechender Exkursionen in den schulischen Geographieunterricht aufzeigen.Dazu zählen im Kompetenzbereich Fachwissen die Frage, welcher Lernerfolg mit verschiedenen Exkursionen - auch im Vergleich zum innerschulischen Lernprozess - erzielt werden kann. Des Weiteren wird Fragen nachgegangen, wie sich unterschiedliche Exkursionskonzeptionen auf die Motivation der Lernenden während der Exkursion auswirken und welchen Einfluss die Motivation auf den individuellen Lernerfolg besitzt. Darüber hinaus stellen sich Fragen nach der Intensität und Art der Auseinandersetzung mit der Lernumgebung, die konzeptionsabhängig erzielt wird. Und schließlich veranlassen innovative konstruktivistische Exkursionen zu einer explorativen Analyse, die der Frage nach dem geeigneten Verhältnis von Konstruktion und Instruktion nachgeht. Zur Beantwortung dieser Fragen wurde mit Schülern der sechsten Jahrgangsstufe unterschiedlicher Schulformen eine vergleichende Analyse einer kognitivistischen und konstruktivistischen Exkursionskonzeption durchgeführt, um auf diese Weise zentrale Aspekte des exkursionsspezifischen Lernprozesses zu erforschen. Die Vielzahl und Diversität der zu untersuchenden Aspekte verdeutlichen, dass eine Beschränkung des Erhebungsverfahrens auf nur eine Methode unmöglich ist. Die komplexe Struktur des Forschungsvorhabens erforderte ein multimethodisches Erhebungsverfahren, in dem sich quantitative und qualitative Verfahren zur Datenerhebung und -auswertung komplementär ergänzen. Nach der detaillierten Analyse des Forschungsgebietes und der Entwicklung entsprechender Exkursionskonzeptionen erfolgte unter Anwendung eines triangulativ-zirkulären Prozessmodells die Durchführung der empirischen Untersuchungen mittels eines spezifisch entwickelten Messinstrumentariums, mit dem durch die triangulative Kombination quantitativer und qualitativer Methoden eine umfassende Analyse des exkursionsspezifischen Lernprozess anvisiert wurde. Die Ergebnisse der empirischen Untersuchungen dienten schließlich als Basis, um spezifische Charakteristika der unterschiedlichen Exkursionskonzeptionen nachzuweisen, erste Trends zur Beurteilung einer kognitivistischen und konstruktivistischen Exkursionsdidaktik zu eruieren und Möglichkeiten und Perspektiven für weitere exkursionsdidaktische Forschungen aufzuzeigen.

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