Hagelsimulation an Vitis vinifera L. cv. Müller-Thurgau unter besonderer Berücksichtigung des Erziehungssystems Minimalschnitt im Spalier

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Der Wandel des Klimas und die damit einhergehende Zunahme an Wetterextremen stellt den Winzer vor neue Herausforderungen, die sowohl den An- als auch Ausbau von Wein betreffen (SCHULTZ et al. 2012; GÖMANN et al. 2015). Diese Ausarbeitung untersuchte, inwiefern eine Minimalschnitt-im-Spalier-Anlage einen Baustein im Risikomanagement des Pflanzenbaus bezüglich der Hagelgefährdung darstellen kann.Die Verwendung eines Trockeneisstrahlgerätes ermöglichte eine standardisier-, reproduzier- und skalierbare künstliche Nachbildung eines natürlichen Hagelschlages an Vitis vinifera L. cv. Müller-Thurgau.Die Ergebnisse zeigten auf, dass in der SHB-Anlage ein Großteil des hagelbedingten Ernteverlustes durch die Verrieselung - die bei steigender Hagelintensität zunahm - und einzelne an- bzw. abgeschlagene Beeren zu erklären war. In der MSS-Anlage wurden hingegen durch die Hagelsimulation mehr ganze Gescheine bzw. Trauben abgeschlagen. Um die Ertragsverluste der beiden Anlagen zu relativieren und vergleichen zu können, wurden die Schadensquoten der einzelnen Versuchsglieder gebildet. So konnte dargelegt werden, dass der identisch simulierte Hagelschlag zu denselben Entwicklungsstadien in der MSS-Erziehung durchschnittlich über alle Versuchsglieder 28 % bis 36 % weniger Ertragsverlust verursachte. Eine Kompensation des Ernteverlustes von ≈ 6 % bzw. ≈ 20 % durch ein verstärktes Dickenwachstum der Beeren, konnte nur tendenziell für Schäden vor der Blüte in einzelnen Versuchsvarianten festgestellt werden.Zur Beurteilung hagelbedingter qualitativer Unterschiede zwischen den Versuchsgliedern wurden im Frischmost die folgenden Inhaltstoffe mittels FTIR-Messung untersucht: Mostgewicht, Gesamtsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Kalium und YAN. Darüber hinaus wurden die Versuchsweine durch einen Dreieckstest und eine Intensitätsbewertung organoleptisch geprüft. Statistisch nachzuweisende Unterschiede in der Traubenqualität bzw. der Ogranoleptik konnten nur bedingt durch die Hagelsimulation erklärt werden, da die verschiedenen Hagelintensitäten meist keinen eindeutigen Trend hervorriefen.

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