Arbeitsbericht / Institut für Agrarpolitik und Marktforschung

Dauerhafte URI für die Sammlung

Inhalt: Themen der Agrar- und Ernährungswirtschaft
Herausgeber: Institut für Agrarpolitik und Marktforschung oder Prof. Dr. Ramona Teuber, Professur für Marktlehre der Agrar- und Ernährungswirtschaft

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    Wealth for Health? Affordability of a Healthy and Sustainable Diet - A Food Basket Study
    (2023-11) Arendt, Svenja
    Objective: To model healthy and sustainable food baskets in order to calculate the monthly costs and minimum income required for an average German family. Design: A food basket approach was used to construct six different diets based on the Planetary Health Diet (PHD), varying in meat consumption frequency (light, moderate, heavy meat consumption) and shopping style (organic and conventional farming). Actual food prices from REWE and ALDI Süd were collected to calculate total monthly costs and to analyse affordability, assuming 30% and 15% of disposable income per month spent on the food basket. Setting: Giessen, Germany. Participants: A theoretical reference family consisting of two adults and two children. Results: Across the six dietary patterns, monthly food basket costs ranged from 467€ to 830€. Higher costs were associated with an organic shopping style and an increased meat consumption. The study also showed that if 30% of disposable income was spent on the food basket, a minimum income of 1557€ to 2767€ per month was needed, whereas if 15% was spent on the diet, a minimum income of 3113€ to 5533€ per month was required. Conclusion: The data highlighted that less income is needed by choosing conventional food items and reducing meat consumption. Families who are willing to spend more on the food basket are more likely to be able to afford a healthy and sustainable diet, but not all families may have this option. Policy interventions are needed to ensure that healthy and sustainable diets are not a choice of wealth.
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    Sortimentswettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel – eine empirische Analyse der Warengruppe Knabberartikel
    (2017) Weitzel, Carina; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Gegenstand der Arbeit ist es, einen Einblick in den Sortimentswettbewerb des Lebensmitteleinzelhandels in der Warengruppe Knabberartikel zu geben. Dazu werden theoretische Einblicke der Zielerreichung und Handlungsmöglichkeiten des Sortimentswettbewerbs dargestellt sowie die Instrumente zur Zielerreichung dargelegt. Um den Einsatz der Instrumente des Sortimentswettbewerbs zu untersuchen, wurde eine Datenerhebung im Raum Gießen durchgeführt. Dabei wurden Daten im Knabberartikelsortiment der bedeutendsten Marktakteure im deutschen LEH erhoben und ausgewertet. Dadurch sollten Unterschiede und Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Betriebstypen herausgearbeitet werden. Vor allem die Sortimentstiefe sowie der Einsatz von Preis, Platzierungsort und Handelsmarken wurden untersucht. Dabei konnte herausgefunden werden, dass die Discounter die geringste Sortimentstiefe im Knabberartikelsortiment haben. Verglichen mit den Discountern hatten die untersuchten Supermärkte eine höhere, der SB–Warenmarkt Real die höchste Sortimentstiefe. Lediglich der SB–Warenmarkt Kaufland überraschte mit der angebotenen Sortimentstiefe, welche geringer war als die der Supermärkte. Bezüglich des angebotenen Sortiments konnte gezeigt werden, dass Chips und Nüsse die wichtigsten Knabberartikel darstellen. Extruder Produkte und Gemüsechips spielen dabei noch eine untergeordnete Rolle. Dies konnte in allen Märkten festgestellt werden. Auch bei dem Platzierungsort zeigte sich hinsichtlich der Märkte ein einheitliches Bild. Das Regal stellt den häufigsten Platzierungsort dar. Anzumerken ist dabei, dass der Gang der zweitwichtigste Platzierungsort darstellt, wobei dort vor allem Herstellermarken platziert werden. Die Betrachtung der Preise hat gezeigt, dass die Discounter am günstigsten und die Supermärkte am teuersten sind. Die SB–Warenmärkte sind dazwischen eingeordnet. Rewe ist dabei insgesamt betrachtet teuerster Anbieter der Knabberartikel, während Aldi der günstigste Anbieter ist. Die gezogenen Vergleiche der untersuchten Märkte haben sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede, bezüglich der eingesetzten Instrumente des Sortimentswettbewerbs, gezeigt. Der Einsatz von Handelsmarken, die Platzierung der Produkte im Markt sowie die Gestaltung der Sortimentstiefe einzelner Warengruppen tragen somit zum Wettbewerb der Einzelhändler bei.
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    Ernährungsqualität unter dem Einfluss von Erwerbslosigkeit im Vergleich zum Ruhestand: Eine empirische Analyse für Deutschland auf Grundlage von NVS-II-Daten
    (2017) Hirschmann, Helena; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Gegenstand der Arbeit ist es, einen Einblick in die Ernährungsqualität von Erwerbslosen zu gewinnen und diese anschließend mit der von Ruheständlern zu vergleichen. Trotz einiger paralleler Entwicklungen wie der Minderung des verfügbaren Einkommens und erhöhter Verfügbarkeit von Zeit, wird davon ausgegangen, dass sich das unerwartete Eintreten von Arbeitslosigkeit und die ungewisse Dauer negativ auf die Qualität der Ernährung auswirken. Untersucht wurden die Vielfalt der verzehrten Lebensmittel und der Verzehr positiv bzw. negativ bewerteter Nährstoffe. Vorangegangene Arbeiten zeigen, dass im Ruhestand die verwendete Zeit für die Haushaltsproduktion zunimmt und die Qualität der Ernährung im Vergleich zur Erwerbstätigkeit nicht abnimmt, sondern zum Teil sogar steigt. Bei Arbeitslosigkeit nimmt die Haushaltsproduktion nicht im gleichen Maße wie im Ruhestand zu. Ein geringeres Einkommen wird folglich weniger durch erhöhte Haushaltsproduktion oder bereits erbrachte Vorsorgeleistungen ausgeglichen. Die Analyse der Ernährungsqualität bestätigt eine geringere Vielfalt in der Ernährung bei Erwerbslosen. Es zeigen sich jedoch keine signifikanten allgemeinen Verschlechterungen in der Nährstoffversorgung. Bei dem Nährstoff Kalzium, der vorwiegend in teuren Lebensmitteln wie Milchprodukten vorkommt, wird ein Rückgang verzeichnet. Im Allgemeinen wirken sich Faktoren wie das Geschlecht, das Treiben von Sport oder das Halten von Diät stärker auf die Qualität der Ernährung aus als der Berufsstand. Die Ergebnisse, besonders der Versorgung mit einzelnen Nährstoffen und der erhöhte Konsum vorwiegend negativ bewerteter Lebensmittel wie Eier, Fleisch oder Knabberartikel legen dennoch weitere, differenziertere Analysen nahe. Unterschiede, welche die Ernährungsqualität und somit die Gesundheit der Bevölkerung beeinflussen, können sich als Folge der Art und Dauer der Arbeitslosigkeit bilden oder durch Geschlechterunterschiede. Im Allgemeinen gibt die Arbeit einen Überblick über das Ernährungsverhalten und die Ernährungsqualität von Erwerbslosen. Obwohl sich eine Verschlechterung der Ernährungsqualität im Gesamtbild nicht zeigt, deuten einzelne Konsumgewohnheiten und Verzehrsmengen von Nährstoffen auf eine Gefährdung der Ernährungsqualität im Falle von Erwerbslosigkeit hin.
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    Sortimentswettbewerb im Lebensmitteleinzelhandel - eine empirische und vergleichende Analyse der Sortimente im LEH in Deutschland
    (2016) Märker, Anna Carina; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Das Thema „Sortimentswettbewerb“ wird in der vorliegenden Arbeit näher beleuchtet und es werden Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Sortimentspolitik aufgezeigt. Hierbei geht es vor allem darum, wie sich durch die Sortimentspolitik der Supermärkte, Discounter und Selbstbedienungs- Warenmärkte (SB-Warenmärkte) deren Wettbewerbssituationen im LEH verändern. Die Arbeit zeigt auf, dass es sich bei der Sortimentspolitik um eine sehr komplexe Aufgabe für Einzelhändler handelt. Das Sortiment kann in Verbindung mit dem Preis und dem Standort das wichtigste absatzpolitische Instrument für den Erfolg des Handelsbetriebs sein. Bei früheren Untersuchungen in der Literatur wird angenommen, dass große Sortimente besser für die Zufriedenheit der Kunden und folglich für den Betriebserfolg seien. Neue Untersuchungen zeigen dagegen, dass diese Ergebnisse fraglich sind. Dies liegt unter anderem an den steigenden Kosten für größere Sortimente. So zeigen neue Forschungsarbeiten, dass Sortimentsreduktionen möglich sind, ohne dass hierdurch negative Effekte für die Kunden entstehen. Die Literatur zeigt weiterhin, dass Konsumenten sehr differenziert auf sortimentspolitische Maßnahmen reagieren. Dabei bezieht sich die Wahrnehmung der Konsumenten von einem Sortiment nicht nur auf die Anzahl der Artikel innerhalb des Sortiments, sondern vor allem darauf, welche Marken vorhanden sind, und ob das Lieblingsprodukt angeboten wird, oder welcher Regalplatz für Produktplatzierungen aufgewendet wird (BRONIARCZYK, HOYER und MCALISTER, 1998; BOATWRIGHT and NUNES, 2001). Der empirische Teil dieser Arbeit zeigt auf, dass sehr unterschiedliche Sortimentsstrategien innerhalb der neun betrachteten Handelsbetriebe verfolgt werden. Die Hard-Discounter Lidl und Aldi weisen sehr kleine Sortimente, mit einem überwiegenden Handelsmarkenanteil und niedrigen Preisen auf. Hingegen bilden die Discounter Penny und Netto mit ihren Sortimenten bereits einen Übergang von Discountern in Richtung der Supermärkte. Die beiden Soft-Discounter haben mehr als die Hälfte an Herstellermarken im Sortiment und liegen preislich über den Hard- Discountern. Es zeigt sich, dass die größte Produktauswahl Real, Kaufland und Tegut bieten. Vor allem Tegut unterscheidet sich ist in seiner Sortimentspolitik gegenüber den anderen Supermärkten, da er umfangreichere Sortimente und mehr unterschiedliche Marken zu viel höheren Preisen als Rewe und Edeka anbietet. Der Vergleich zwischen den SB-Warenmärkten zeigt, dass Kaufland eine große Fläche mit vielen unterschiedlichen Produkten und Marken aufweist, verglichen mit Real preislich jedoch eine Discountstrategie verfolgt.
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    Auswirkungen der russischen Importbeschränkung auf den Lebensmittelmarkt in Deutschland : Eine empirische Analyse des Apfelmarktes
    (2016) Kurczyk, Daria; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Wirtschaftssanktionen zählen zu den beliebtesten außenpolitischen Instrumenten und scheinen einen guten Kompromiss darzustellen, wenn außenpolitischer Handlungsbedarf besteht, ein militärischer Akt jedoch unverhältnismäßig erscheint. Im Zuge des Konfliktes in der Ukraine und der sogenannten Krimkrise im Jahr 2014 greifen westliche Staaten auf dieses Mittel zurück, um es gegen Russland aufgrund seiner Handlungen in der Ukraine und insbesondere aufgrund der völkerrechtlich umstrittenen Annexion der Krim einzusetzen. Russland reagiert seinerseits mit Wirtschaftssanktionen in Form eines Importverbots von bestimmten Agrarprodukten aus der EU, USA, Australien, Kanada, Norwegen sowie weiteren Staaten, die zuvor Sanktionen gegen Russland erlassen haben. Polen als größter Apfelexporteur Europas und einer der wichtigsten Apfellieferanten für Russland ist von diesem Verbot besonders stark betroffen. Obgleich Deutschland nicht direkt in hohem von dem russischen Importverbot von Äpfeln betroffen ist, wurden dennoch indirekte Auswirkungen der Importbeschränkung auf den deutschen Markt für Äpfel befürchtet. Es wurde erwartet, dass die nun in Europa verbleibende Menge auf den deutschen Markt strömt und es aufgrund der starken Mengenerhöhung von Äpfeln zu einem signifikanten Preisabfall kommt. Die empirische Untersuchung der vorliegenden Arbeit zeigte einen Effekt des russischen Importverbots auf den deutschen Preis von Tafeläpfeln. Dieser Effekt war jedoch zu Beginn des Importverbots am stärksten identifizierbar und konnte nach zwei Monaten bereits nicht mehr eindeutig nachgewiesen werden, was vermutlich mit Anpassungsmaßnahmen seitens der ehemaligen Lieferanten Russlands zu erklären ist. Damit konnte die ökonomische Wirksamkeit von Wirtschaftssanktionen erneut bestätigt werden, auch wenn dies nicht für die politische Wirksamkeit gilt.
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    Ruhestandseffekte auf die Ernährungsqualität : Eine empirische Analyse für Deutschland auf Grundlage von NVS-II-Daten
    (2015) Schader, Lea; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Das wissenschaftliche Arbeitsziel war die Feststellung, ob es im Ruhestand zu Veränderungen der Ernährungsqualität kommt und ob diese Veränderungen den Gesundheitszustand womöglich beeinflussen. Hintergrund dieser Untersuchung waren bislang fehlende Arbeiten für Deutschland, die Auswirkungen der Ausgaben- und Zeitveränderungen durch den Eintritt in den Ruhestand auf die Ernährungsqualität untersuchen. Würde ein Retirement-Consumption-Puzzle in Deutschland existieren, so wäre ein Ausgabenrückgang mit einem Konsumrückgang gleichzusetzen, der sich in einer Veränderung des Ernährungsverhaltens ausdrücken würde. Die Ergebnisse der empirischen Analyse zeigen jedoch das Gegenteil und bestätigen die Vermutung, dass Ruheständler ihre Ernährungsqualität wahren und teilweise sogar steigern können. Bei dem Konsum von „positiven“ Nährstoffen, deren mangelhafte Zufuhr zu Erkrankungen führen kann, erreichen Ruheständler die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Außerdem nehmen sie weniger „negative“ Nährstoffe zu sich als Erwerbstätige, das heißt sie konsumieren weniger Fett, Alkohol, Salz, Cholesterin und Zucker. Zusätzlich haben sie eine gute Lebensmittelauswahl, die in ihrer Qualität diejenige der Erwerbstätigen leicht übertrifft. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass sich die Ruhestandseffekte, ausgelöst durch Veränderungen von Zeitnutzung und finanziellen Mitteln, nicht negativ auf die Ernährungsqualität auswirken und von keiner, durch die hier verwendeten Qualitätsmaße nachvollziehbaren, Gefährdung der Gesundheit auszugehen ist. Auch wenn mit Hilfe der Daten der zweiten Nationalen Verzehrsstudie nicht direkt auf eine vermehrte Haushaltsproduktion geschlossen werden kann, so kann dennoch, mittels vorangegangener Studien für Deutschland, der Zusammenhang angenommen werden, dass eine Substitution der Ausgaben durch vermehrte Haushaltsproduktion im Ruhestand stattfindet. Somit kann das niedrigere Einkommen kompensiert werden, und das Konsumniveau bleibt konstant. Die Existenz eines Retirement-Consumption-Puzzles kann mit den vorliegenden Ergebnissen nicht bestätigt werden. Es verbleibt die Vermutung, dass der Konsum in anderen Bereichen zuerst an ein niedrigeres Einkommen angepasst wird, bevor sich die Betroffenen in ihrer Ernährung einschränken. Abschließend lässt sich sagen, dass keine Ruhestandseffekte auf die Ernährungsqualität im Rahmen dieser Arbeit nachgewiesen werden konnten.
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    Spiegeln sich Nachhaltigkeitskriterien von Lebensmitteln im Produktpreis? Ergebnisse einer hedonischen Analyse für Honig mit Daten aus Online-Shops
    (2015) Krandick, Lisa; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Nachhaltige Lebensmittel rücken zunehmend in den Fokus von Politik, Lebensmittelwirtschaft und Verbrauchern. Unter Nachhaltigkeitsaspekten stellen unter anderem ökologisch erzeugte, regionale oder fair gehandelte Lebensmittel vorzugswürdige Alternativen dar. Es stellt sich die Frage, welche Nachhaltigkeitsattribute von den Marktteilnehmern mit Preisaufschlägen bewertet werden. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es zu klären, ob und in welchem Ausmaß sich definierte Nachhaltigkeitskriterien im Produktpreis von Honig widerspiegeln. Als Forschungsobjekt dient Honig, da dieser mannigfache Nachhaltigkeitskriterien erfüllt: Honig kann ökologisch erzeugt werden und sowohl regionaler deutscher Herkunft sein als auch aus fairem Handel mit den Ländern des Südens stammen. Mit dem empirischen Ansatz der hedonischen Preisanalyse werden die impliziten Preise der Nachhaltigkeitskriterien sowie weiterer allgemeiner Honigcharakteristika ermittelt und miteinander verglichen. Die Datenbasis bilden 426 Preisen, die im Januar 2015 bei den Online-Anbietern mytime.de, gourmondo.de, biomondo.de und heimathonig.de erhoben wurden. Es werden Regressionsmodelle für den aggregierten Datensatz wie auch für die einzelnen Online-Anbieter vorgestellt. Bei der Interpretation der Preiseffekte werden sowohl angebotsseitige als auch nachfrageseitige Bestimmungsgründe berücksichtigt. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass nicht alle Nachhaltigkeitseigenschaften den Honigpreis statistisch signifikant beeinflussen. Bei den preisbeeinflussenden Faktoren variieren das Ausmaß und die Richtung des Preiseffektes. Preisaufschläge ergeben sich für ökologisch erzeugten Honig sowie für regionalen Honig aus deutschen Metropolen und Süddeutschland. Entgegen vorangehender empirischer Analysen, die einen Aufpreis für fair gehandelte Lebensmittel erwarten lassen, erzielt Honig mit dem fairen GEPA-Warenzeichen einen signifikanten Preisabschlag. Es wird angenommen, dass dieser Preisabschlag angebotsseitig vor allem auf die günstigen Rohstoff- und Beschaffungskosten zurückzuführen ist. Weiterhin zeigen die Ergebnisse, dass bestimmte allgemeine Produktattribute, wie beispielsweise die besondere Sorte Heide, der Zusatz von Zutaten oder die Vermarktung im Sortiment, den Honigpreis stärker beeinflussen als die ausgewählten Nachhaltigkeitseigenschaften. Aus den Ergebnissen werden Implikationen für die Stakeholder am Honigmarkt abgeleitet.
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    Was erklärt das Exportverhalten der deutschen Molkereiwirtschaft? Ergebnisse einer Befragungsstudie
    (2015) Walter, Manuela; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Die Molkereiwirtschaft gehört in Deutschland zu den umsatzstärksten und wichtigsten Bereichen der Ernährungsbranche. Im Zuge der Liberalisierung der Agrarpolitik kommt den Exporten der Molkereiwirtschaft eine wachsende Rolle für die Einkommensentwicklung in der Branche zu. Das Ziel dieser Studie liegt darin, erstmalig Informationen zum Exportverhalten der deutschen Molkereiwirtschaft mit Hilfe einer Expertenbefragung zu erhalten. Dazu sollen Motive und Barrieren des Exportgeschäfts aus der Sicht von Exporteuren und Marktexperten aufgezeigt werden. Es wird erfragt, nach welchen Kriterien bei der Exportmarktselektion vorgegangen wird, welche Wege der Informationsgewinnung über potenzielle Exportmärkte genutzt werden und wie die Experten Hypothesen zu Markteintrittskosten und zu Auswirkungen der Exporttätigkeit einschätzen. Es wird auch untersucht, wie die Experten die Auswirkungen des geplanten Freihandelsabkommens TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen der EU und den USA und des russische Importstopps von Agrargütern beurteilen. Die Daten wurden anhand schriftlicher und telefonischer Befragungen von Exportverantwortlichen in Molkereien und Marktexperten erfasst und anschließend mit quantitativen Methoden ausgewertet. Die wichtigsten Exportmotive für deutsche Molkereien sind demnach die Wachstumsmöglichkeiten für das Unternehmen, die steigende Nachfrage im Ausland und Gewinnaussichten in Exportmärkten. Barrieren liegen dagegen in mangelnden Produktionskapazitäten sowie tarifären und nichttarifären Handelshemmnissen. Die wichtigsten Kriterien für die Auswahl der Exportmärkte sehen die Molkereien in einer hohen Kaufkraft, der politischen Stabilität sowie geringen nichttarifären Handelshemmnissen. Die Markteintrittskosten sind von den Befragten schwer einzustufen. Einen Zusammenhang zwischen der Unternehmensgröße und der Einschätzung der Markteintrittskosten gibt es in dieser Studie nicht. Exporterfahrung erleichtert jedoch den erneuten Eintritt in einen Exportmarkt durch niedrigere Markteintrittskosten. Die Befragten sehen geringe positive Auswirkungen der Exporttätigkeit auf die Produktivität und Innovationsfähigkeit ihres Unternehmens. Die Einstellungen gegenüber dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP sind überwiegend positiv. Es wird erwartet, dass die Exporte der deutschen Molkereien in die USA ansteigen. Diese Erwartungen entstehen, da infolge des Abbaus der Handelshemmnisse die Handelskosten sinken. Die direkten Einbußen für die Molkereien durch den russischen Importstopp sind geringer als gedacht. Die Molkereien haben Wege gefunden, den Wegfall des russischen Marktes zu kompensieren.
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    Exportverhalten von Unternehmen der deutschen Brauindustrie: Eine empirische Untersuchung
    (2014) Nerreter, Sascha; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Der deutsche Biermarkt schrumpft seit Jahrzehnten und die deutsche Brauindustrie befindet sich in einer strukturellen Krise. Obgleich ein Wachstum im deutschen Markt nicht mehr möglich ist und der Weltmarkt für deutsche Brauereien gute Wachstumschancen bietet, sind nur sehr wenige Brauereien international aktiv. Gleichwohl existieren bislang kaum Untersuchungen zur Internationalisierung deutscher Brauereien. Die vorliegende Arbeit unternimmt einen ersten Versuch, diese Lücke zu schließen. Im Rahmen einer Befragungsstudie in Kooperation mit dem Bayerischen Brauerbund e.V. (BBB) und dem Verband der Ausfuhrbrauereien Nord-, West- und Südwestdeutschlands e.V. (VAB) wurden deutsche Brauereien zu ihrem Exportverhalten befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass neben Wachstums- und Gewinnzielen die Nachfrageveränderungen im deutschen Markt ein wichtiger Grund für die Exporttätigkeit sind. Bei der Marktwahl steht die Wertschätzung deutscher Produkte an vorderster Stelle. Ferner messen die Brauereien den Wachstumsmöglichkeiten in den Märkten sowie langfristigen Lieferbeziehungen eine hohe Bedeutung bei. Die Kosten des Markteintritts fallen moderat aus, sind zu rd. 60 % versunkener Natur, und der größte Kostenanteil entfällt auf die zielmarktspezifische Produktanpassung. Exporthysterese in Form verzögerter Marktaustritte scheint eine untergeordnete Rolle zu spielen. Bei der Behandlung der einzelnen Märkte ist für den Produktbereich zu erkennen, dass die Brauereien zielmarktspezifische Anpassungen, insbesondere bei Etiketten und Verpackungen, vornehmen und die wichtigsten Märkte einer akribischeren Behandlung unterzogen werden. In den Zielmärkten sind fast ausschließlich die Importeure für die Preise veranwortlich, dennoch nehmen die Brauereien durch Differenzen in den Exportpreisen indirekt Einfluss auf die Preisgestaltung. Dabei orientieren sich die Brauereien vor allem am Preisniveau ihrer Wettbewerber in den Zielmärkten. Die Exportpreise sind überwiegend vertraglich zwischen den Brauereien und den Importeuren geregelt und für eine Dauer zwischen 12 und 36 Monaten in Euro festgelegt. Die Distributionsverantwortung liegt fast ausnahmslos bei den Importeuren. Allerdings nehmen die Brauereien, überwiegend auf den wichtigsten Märkten, eine gewisse Betreuung durch Außendienstmitarbeiter vor. Insgesamt sind die befragten Brauereien allesamt sehr erfolgreich. In den letzten fünf Jahren wurden z.T. drastische Zuwächse in den Exportvolumen erreicht und zweistellige Zuwächse von bis zu 100 % werden in den nächsten fünf Jahren erwartet. Hierbei bietet vor allem der chinesische Markt große Wachstumsmöglichkeiten für deutsche Brauereien.
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    Exportentscheidung in Unternehmen der Weinwirtschaft - Theorie und empirische Analyse auf Grundlage einer Befragung
    (2014) Güsten, Stephanie Nadezda; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Die Exportländer Deutschlands unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Größe, Konsumverhalten oder rechtlichen Anforderungen. Kapitel 2 gibt die wichtigsten internationalen, europäischen und deutschen Entwicklungen im Weinhandel wieder und zeigt anschließend eine Charakterisierung der wichtigsten Handelspartner Deutschlands auf. Das sich anschließende Kapitel 3 dient der Erklärung des Konzepts versunkener Kosten nach ROBERTS und TYBOUT (1995) basierend auf BALDWIN, DIXIT und KRUGMAN (jeweils 1989). Ebenso werden die in der Literatur aufgestellten Hypothesen beschrieben und um alternative, vom engeren Konzept der „sunk costs“ losgelöste Einflussfaktoren auf die Exportentscheidung ergänzt. Im Abschluss dieses Kapitels 3 werden Gründe aufgezeigt, die gegen die Errichtung eines Exportgeschäftes sprechen. Die in Kapitel 3 aufgestellten Hypothesen werden im nachfolgenden Kapitel 4 mittels Expertenbefragungen überprüft. Eingehens wird die angewandte Methodik der vorliegenden qualitativen Erhebung, die Expertenbefragung, erläutert. Die repräsentative Auswahl der Gesprächspartner berücksichtigte hauptsächlich im Export aktive Unternehmen. Aber auch die Einschätzung eines Betriebes, der sich bewusst gegen Außenhandel entschieden hat, wurde im Rahmen der Befragung eingeholt. Bei den exportorientierten Unternehmen wurden Kelle-reien, Genossenschaften und Weingüter berücksichtigt. Die Aussagen der Experten werden anhand der Hypothesen erfasst und Unterschiede bzw. Übereinstimmungen hervorgehoben.
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    Verkaufsförderungsstrategien des Lebensmitteleinzelhandels: Empirische Analyse im Raum Gießen
    (2012) Ebbing, Alexandra; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Es werden in dieser Arbeit die Handzettel von 13 verschiedenen Geschäften des Lebensmitteleinzelhandels im Raum Gießen analysiert. Es wird untersucht, welche Verkaufsförderungsinstrumente am häufigsten eingesetzt werden und ob es Warengruppen und Produkte gibt, die in den Handzetteln häufiger beworben werden als andere. Gibt es z. B. mehr Verkaufsförderungsaktionen für Produkte von Herstellermarken oder eher für Produkte von Handelsmarken? Zudem wird analysiert, ob sich eine gewisse Regelmäßigkeit bei der Gestaltung der Handzettel der verschiedenen Geschäfte erkennen lässt: Werden in bestimmten Abständen in einem Geschäft immer wieder die gleichen Produkte angeboten, womöglich auf die gleiche Art und Weise? Oder ist dasselbe Produkt in der einen Woche bei Edeka im Angebot, in der nächsten Woche bei real und in der darauf folgenden Woche bei Globus? Es soll demnach geprüft werden, ob die einzelnen Geschäfte sich bezüglich ihrer Verkaufsförderungsstrategien unabhängig voneinander verhalten oder aufeinander abgestimmt sind. Solch eine Analyse wurde bisher in Deutschland noch nicht durchgeführt. Im Gegensatz zu bereits durchgeführten Studien werden in dieser Arbeit alle Produkte der Handzettel erfasst. Es findet keine Beschränkung auf einzelne Produktgruppen oder Produkte statt. Außerdem müssen aufgrund der öffentlichen Zugänglichkeit der Handzettel die Namen der Geschäfte nicht kodiert werden.
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    Determinanten der Zahlungsbereitschaft für die Herkunft von Lebensmitteln: Eine Meta-Analyse
    (2012) Jauch, Juliane; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Nach einem Überblick über die theoretischen Grundlagen der Herkunft von Lebensmitteln sowie der Meta-Analyse mit ihren Stärken und Schwächen, werden das empirische Vorgehen erläutert und die Ergebnisse dargestellt. Als Hauptergebnisse werden die scheinbaren Diskrepanzen zwischen angegebenen und realisierten Käufen von Lebensmitteln mit Herkunftsangaben sowie der positive Trend im Zeitablauf und die höhere WTP für pflanzliche Lebensmittel ermittelt. Diese zum Teil erwarteten und zum Teil neuen Erkenntnisse lassen sich sinnvoll interpretieren und sind somit ein Hinweis darauf, dass die Qualität der zugrunde liegenden Daten und Auswertungsschritte ausreichend ist. Nachteilig ist hingegen, dass sich insgesamt nur sehr wenige statistische Signifikanzen finden lassen. Eine Möglichkeit, weitere Erkenntnisse zu gewinnen, ist die Anwendung weiterführender ökonometrischer Analysen und statistischer Auswertungen, welche im Rahmen dieser Arbeit aufgrund ihres Umfangs nicht verwendet werden. So wird z. B. in der Literatur die Schätzung von Panelmodellen in Meta-Analysen empfohlen. Auch weitere Methoden für den Umgang mit abhängigen Studienergebnissen existieren. Diese beziehen auch den Umstand mit ein, dass Daten in Meta-Analysen häufig Eigenschaften von Panel-Daten aufweisen (FLORAX 2002). Zudem können auch Aspekte der Ausgestaltung der Erhebungen noch ausdifferenzierter untersucht werden. Hierdurch würde sich die Zusammensetzung der Variablen ändern. Beispielsweise können eigene Variablen für die Verwendung von „cheap talk“ gebildet werden oder zwischen der Verwendung von Bildern und realen Produkten in Befragungen unterschieden werden. Somit lassen sich weitere in der Literatur angesprochene mögliche Einflussfaktoren differenzieren. Für eine feinere Untergliederung liegt hier allerdings eine zu geringe Fallzahl vor. Auch andere Verfahren zur Messung der Qualität der Veröffentlichungen könnten herangezogen werden, wie die Verwendung des Impact Factors eines Journals oder der Bewertung in Rankings. Ersteres wird allerdings auch als kritische Darstellung der Qualität angesehen. Bei Zweiterem würde wiederum die Stichprobe verkleinert werden, da nicht alle relevanten Journals in entsprechenden Listen geführt werden. Methodisch können die Ergebnisse auch verzerrt werden, wenn relevante Studien nicht gefunden und aufgenommen werden. Dies geschieht zwangsläufig durch eine Eingrenzung aufgrund sprachlicher Voraussetzungen. So werden hauptsächlich Studien aufgenommen, die in deutscher oder englischer Sprache veröffentlicht werden. Hinzu kommen einige Texte auf Französisch. Über diese hinaus erweist es sich allerdings als schwierig, zu einem angemessenen Aufwand Zugriff auf Studien zu erlangen, welche im Ausland nicht auf Englisch veröffentlicht werden. Auch eine subjektive Beeinflussung durch den Forscher im Verlaufe des gesamten Prozesses der Meta-Analyse kann nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Um diesen Vorwurf weitestmöglich zu entkräften, wird das gesamte Vorgehen transparent gemacht und auch im Rahmen dieser Arbeit dokumentiert, so dass es nachvollziehbar wird.
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    Die Determinanten des Außenhandels der deutschen Agrar- und Ernährungsindustrie
    (2012) Dreyer, Heiko; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    In der vorliegenden Arbeit wird der deutsche Außenhandel mit Produkten der Agrar und Ernährungswirtschaft in einem Gravitationsmodell analysiert. Ziel ist es, die relevanten Bestimmungsgründe für den Außenhandel mit diesen Produkten zu identifizieren und zu quantifizieren. Es wird auf die Rechtfertigung des Gravitationsmodells eingegangen. Das Modell wird für die Exporte und die Importe sowie die Summe aus Exporten und Importen im Länderquerschnitt mit allen deutschen Handelspartnern geschätzt. Neben einer aggregierten Betrachtung des Sektors wird spezieller der Handel mit Milch und Milchprodukten analysiert. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der Bedeutung der europäischen Marktintegration für den deutschen Außenhandel. Dazu wird die Marktintegration über verschiedene Dummy-Variablen erfasst. Zudem erfolgt die Modellspezifikation unter Berücksichtigung des Wechselkursrisikos, welches beim Austausch von Waren zwischen Ländern mit verschiedenen Währungen auftritt. Eine ausführliche Darstellung verschiedener Konzepte des Wechselkursrisikos wird gegeben. Das geschätzte Gravitationsmodell kann die Variation im Außenhandel erfolgreich erklären. Die Ergebnisse lassen einen deutlichen, positiven Effekt der Marktintegration erkennen. Die Mitgliedschaft eines Handelspartners in der Europäischen Union ist bedeutender als die Einführung des Euros in diesem Land. Mit EU-Staaten, die den Euro nicht eingeführt haben, werden im Vergleich zu allen anderen Staaten 2,3-mal so viele Waren ausgetauscht. Führt ein EU-Staat den Euro ein, so wird mit diesem Land 3-mal so viel Handel betrieben. Das Wechselkursrisiko hat in wenigen Fällen einen signifikanten Einfluss auf den Außenhandel. Wird ein Einfluss gefunden, ist dieser klein und positiv. Es stellt sich heraus, dass deutsche Exporte besonders unter Transportkosten leiden, aber vom Anstieg des Partnerlandeinkommens überdurchschnittlich profitieren. Für die deutschen Importe sind die Nachbarstaaten und die Mitglieder der Europäischen Union bzw. der Eurozone von übergeordneter Bedeutung. Die Importe werden hingegen weniger durch Transportkosten gehemmt.
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    The Retirement-Consumption Puzzle: Theory and Empirical Evidence on Food Production and Food Consumption with Time Budget Data
    (2011) Velarde, Melanie; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    The remainder of the present work is organised as follows: two theories of consumption behaviour – the Life-Cycle Hypothesis and the Theory of Household Production – are studied in the next chapter, in order to lay theoretical foundations for the understanding of the empirical application of these theories. More precisely, Chapter 3 describes the so-called Retirement-Consumption Puzzle, which arose from the empirical testing of the Life-Cycle Hypothesis. One of the most recent explanatory approaches to the solving of this puzzle is the Theory of Household Production. As mentioned above, evidence for Germany is scarce. This constitutes the motivation for the realisation of the empirical analysis presented in Chapter 4. Here, the time use for food production at home, food consumption at home and food consumption away from home is studied for German households. The German 2001/02 Time Use Survey, which is described in the first part of Chapter 4, is the database employed. Then, the extensive process of data preparation is explained in detail. Subsequently, problems associated with the data and the solution of these is discussed. Herewith, the data processing is concluded and a descriptive analysis of time use for food production and consumption by various determinants is provided. It is followed by the regression analyses which have the objective of providing an answer to the following research question: What impact does retirement have on the time use for food production at home, food consumption at home and food consumption away from home of German households? The results are interpreted and discussed in the last section of Chapter 4.
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    Konvergieren Lebensmittelpreise in der Europäischen Union?
    (2011) Feurer, Linda Maria; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Ziel dieser Arbeit ist es, zu ermitteln, ob sich die Preise für Lebensmittel in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) angleichen (Konvergenz) oder ob sie sich auseinander entwickeln (Divergenz). Dafür werden aggregierte Jahresdaten für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke über einen Zeitraum von 1999 bis 2009 betrachtet.
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    Determinanten der Konsumausgaben der Generation 50+ - Eine empirische Analyse für Deutschland auf der Grundlage von SHARE-Daten
    (2010) Burzig, Johanna; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Der erste Teil der vorliegenden Arbeit befasst sich mit dem demografischen Wandel in Deutschland. Im zweiten Teil erfolgt eine ausführliche Darstellung der bestehenden Daten über Einnahmen und Ausgaben aller privaten Haushalte auf der Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003 und welche soziodemografischen Zusammenhänge dort bereits erkennbar sind. Hier werden auch Hypothesen aus früheren Veröffentlichungen geprüft, die eine rasche Annäherung der Einkommen und Gewohnheiten (besonders im Hinblick auf Konsumausgaben) in Ost und West vorhergesagt hatten.Wie ist die Situation heute? Nach einem Blick in die Literatur und den wichtigsten bereits bestehenden Veröffentlichungen widmet sich der dritte Teil dieser Arbeit dem SHAREDatensatz.
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    Die Wirkung der Befragungsform auf das Antwortverhalten: Eine vergleichende Untersuchung am Beispiel des Carbon Footprints bei Lebensmitteln
    (2010) Henkel, Tobias; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Die vorliegende Arbeit führt einen empirischen Methodenvergleich zwischen einer mündlichen Befragung und einer Online-Befragung durch. Während F2F-Befragungen lange als „Königsweg“ der empirischen Sozialforschung galten, zeigen sich seit der Jahrtausendwende Tendenzen dahingehend, dass zunehmend mündliche Befragungen durch online durchgeführte Befragungen substituiert werden. Dieser Sachverhalt ist nicht verwunderlich, versprechen Online-Befragungen im Vergleich Vorteile wie niedrigere Durchführungskosten, die Möglichkeit der Integration multimedialer Inhalte oder auch eine höhere Durchführungsgeschwindigkeit. Bisher nur wenig erforscht ist allerdings die Fragestellung, ob bei der Substitution einer F2F-Befragung durch eine Online-Befragung mit Effekten im Antwortverhalten zu rechnen ist, die unter dem Stichwort der Methodeneffekte beschrieben werden können. Zur Beantwortung dieser Fragestellung wird ein Methodenvergleich unter Zuhilfenahme der sogenannten Split-Ballot-Technik durchgeführt, bei der das Antwortverhalten einer mündlich befragten Teilstichprobe (n=186) mit dem einer online befragten Teilstichprobe (n=514) über Signifikanztests sowie Regressionsanalysen verglichen wird. Um Ergebnisverzerrungen durch unterschiedliche Verteilungen der soziodemographischen Variablen zu vermeiden, wird eine Angleichung der Teilstichproben über Gewichtungsfaktoren vorgenommen. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass sich keine generellen Hinweise auf das Vorliegen von Methodeneffekten ergeben.
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    Determinanten der Nachfrage nach Biomilch - eine ökonometrische Analyse
    (2010) Schröck, Rebecca; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    In der deutschen Literatur zum Markt für Biolebensmittel mangelt es bislang an quantitativen, ökonometrischen Analysen, die die Preis- und Einkommenselastizität der Nachfrage untersuchen. Die vorliegende Arbeit liefert einen Beitrag, diese Forschungslücke zu schließen, indem Käufercharakteristika und Determinanten der Nachfrage nach Biomilch anhand von Daten des GfK-Haushaltspanel Consumer Scan für den Untersuchungszeitraum 2004 bis 2007 quantitativ analysiert werden. Es wird ein zweistufiges Schätzverfahren angewendet. Auf der ersten Stufe wird untersucht, welche Haushaltscharakteristika einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit haben, Biomilch zu kaufen. Kauft ein Haushalt Biomilch, analysiert die zweite Stufe, welche Determinanten die nachgefragte Menge beeinflussen. Die Haushaltscharakteristika der Biomilchkäufer werden mit Hilfe einer Probit-Analyse untersucht. Die Wahrscheinlichkeit, Biomilch zu kaufen, wächst mit steigendem Bildungsniveau, mit steigendem Einkommen, wenn sehr junge Kinder im Haushalt leben und bei einer weiblichen Haushaltsführung. Sie sinkt dagegen, wenn mehr als ein Kind im Haushalt lebt. Die Ergebnisse des Fixed-Effects-Panelmodells der zweiten Stufe legen den Schluss nahe, dass die Preiselastizitäten der Nachfrage für Bioprodukte in der bisherigen Literatur deutlich überschätzt wurden. Biomilch wird in Deutschland sehr unelastisch nachgefragt. Haushaltscharakteristika haben zudem bei Biomilch einen deutlich geringeren Einfluss auf die Preissensibilität der Verbraucher als bei konventionell erzeugter Milch. Die berechneten, niedrigen Preiselastizitäten zeigen: Preisaktionen im Einzelhandel eignen sich nicht, um den Biomilch-Umsatz zu steigern und das Wachstum des Biomilch-Marktes zu fördern. Vielmehr dürften Verkaufsförderungsaktionen, die Bioqualität für den Kunden glaubwürdiger, konkreter und erlebbarer machen, Absatzimpulse auslösen.
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    Lebensmittelkennzeichnung „ohne Gentechnik“: Verbraucherwahrnehmung und -verhalten
    (2009) Kubitzki, Sabine; Henseleit, Meike; Herrmann, Roland; Henkel, Tobias; Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
    Kennzeichnungsregelungen für Lebensmittel sind von großer Bedeutung, da sie bei wachsender Produktvielfalt auf Lebensmittelmärkten die Markttransparenz erhöhen und Suchkosten der Verbraucher vermindern können. Nur selten wird allerdings überprüft, ob die tatsächliche Ausgestaltung von Kennzeichnungsregelungen mit den Erwartungen der Verbraucher an den Inhalt eines Labels übereinstimmen. Dieser Frage widmet sich die vorliegende Studie am Beispiel der im Mai 2008 veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Kennzeichnung „ohne Gentechnik“ im deutschen Gentechnikrecht. Auf der Grundlage einer repräsentativen Verbraucherbefragung für Hessen werden die Erwartungen der Verbraucher an eine „ohne-Gentechnik“-Kennzeichnung sowie der Einfluss der Anwendung von Gentechnik in der Lebensmittelherstellung auf die Kaufentscheidungen untersucht. Es zeigen sich deutliche Diskrepanzen zwischen den neuen Kennzeichnungsregeln und dem, was Verbraucher von einem Label „ohne Gentechnik“ erwarten.